In den letzten 120 Jahren gibt es zwei bekannte Einschläge von Asteroiden auf der Erde. So war am 30. Juni 1908 ein rund 40 Meter großer Asteroid über der Tunguska-Region in Sibirien explodiert. Dabei waren auf einer Fläche mit dem Ausmaß des Saarlandes Millionen Bäume zerstört worden. Wegen dieses historischen Ereignisses wurde der 30. Juni nun zum Internationale Tag des Asteroiden erklärt. Dies wurde im Jahr 2016 offiziell beschlossen. Ein weiterer Vorfall hatte sich im Februar 2013 in der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk abgespielt, als ein rund 20 Meter großer Asteroid über der Stadt explodierte. Damals waren etwa 7.000 Gebäude beschädigt worden. Gut 1.500 Menschen waren durch die umherfliegenden Glassplitter verletzt worden. Wenn selbst solche verhältnismäßig kleinen Asteroiden solchen Schaden anrichten, mag man sich kaum vorstellen, welche Zerstörung große Asteroiden verursachen könnten.
Doch jeden Tag treten kleinere Gesteinsbrocken in die Erdatmosphäre ein. Diese erkennt man gut am dunklen Nachthimmel, wo man sie dann als Sternschnuppen beobachten kann. "Die Gesamtmasse, die auf die Erde runter kommt, wird auf 100 Tonnen pro Tag geschätzt", erklärt Experte Koschny weiter. Ab einer Größe von etwa 20 Metern werden Warnprotokolle erstellt. Aktuell suchen die Wissenschaftler nach einer Lösung um den Einschlag von Asteroiden auf der Erde effektiv zu verhindern. Ein Lösungsansatz ist der Beschuss solcher Objekte, um ihren Kurs leicht zu verändern. "Dieser sogenannte kinetische Impakt gilt als die vielversprechende Technologie, weil wir die im Grunde schon haben", erklärt Richard Moissl, Chef-Koordinator der Asteroidenabwehr bei der europäischen Weltraumbehörde Esa. Ab einer Größe von 20 bis 40 Meter existiere eine reale Gefahr, bei der man bewohnte Gegenden vor einem Einschlag evakuieren müsse. "Eine zivilisationsbedrohende Gefahr kann ich ausschließen im Moment", hat Koschny aber doch noch gute Nachrichten für die Menschheit.