Die betreffende Äußerung hatte Medwedew zuletzt gemacht, als er dazu Stellung genommen hatte, dass die Ukraine mit den USA einen Vertrag über die Lieferung von Flüssiggas über die nächsten beiden Jahre abgeschlossen habe. Daraufhin hatte Medwedew bei seinem Kanal auf Telegram geschrieben: "Nur eine Frage: Wer hat denn gesagt, dass die Ukraine in zwei Jahren überhaupt noch auf der Weltkarte existieren wird?“ Medwedew war in der Zeit von 2008 bis 2012 russischer Präsident. Die Hoffnung der jungen Russen auf ein freieres Russland hatte Medwedew jedoch nicht erfüllen können. Seit dem Kriegsbeginn ist Medwedew zu einem von Putins Sprachrohren für Propaganda geworden. Bei seinen Kollegen im Kreml wollte man diesen Äußerungen offenbar keine große Bedeutung beimessen. "Wir wissen, dass die Ukraine große Probleme hat“, erklärte Putins Sprecher Dmitri Peskow. Doch da das Land auch weiter offen nationalistische Züge offenbar, “verspricht das natürlich nichts Gutes für die Ukraine.“ Auch der Chef der russischen Raumfahrtbehörde hatte die Ukraine als existentielle Bedrohung bezeichnet.
Natürlich wollte die Ukraine diese Aussagen Medwedes auch nicht unkommentiert lassen. "Hätte Russlands Imperialismus ein Gesicht, so wäre es Medwedew“, hatte kurz nach Medwedews Aussage Mykhailo Podolyak, der Chefunterhändler der Friedensverhandlungen auf Twitter geschrieben. Zudem bezeichnete er Medwedew als "kleinen Mann mit riesigen Unsicherheiten". Zudem stellte Podoljak klar, dass die Ukraine für immer existieren wird. Allerdings frage sich Podoljak selbst, wo "Dmitri Medwedew in zwei Jahren sein wird.“