Die Türkei wiederum sieht sich im Ukraine-Krieg als Vermittler zwischen den Russen und der Ukraine. Eine Tatsache, die vor allem Wladimir Putin bisher sehr gelegen kommt. Zuletzt hatte Russland gegenüber der Türkei signalisiert, man sei bereit die ukrainischen Exporte passieren zu lassen, wenn die Seegebiete um Odessa von Minen befreit werden. Allerdings dürfte dies dann russische Angriffe auf Odessa zur Folge haben.
Weil die Russen seit dem Kriegsbeginn die Ausfuhr von Weizen aus den Häfen der Ukraine blockieren, droht nun in anderen Teilen der Welt eine Hungersnot, weil dort zugesagte Lieferungen nicht ankommen. Dies ist beispielsweise in Somalia der Fall. Das Land hatte in der Ukraine Weizen bestellt. Bis jetzt ist die Ausfuhr von gut
20 Millionen Tonnen dringend benötigtem Getreide blockiert worden. Sollte dieses Situation nicht gelöst werden, könnte dies nicht nur zu Hungersnöten sondern auch zu politischem Chaos in vielen Ländern Afrikas führen. Schon jetzt warnt die UN vor einer gigantischen
Hungerkatastrophe in Somalia. Das afrikanische Land bekommt mehr als 50 Prozent seiner Weizenimporte aus der Ukraine.