Das Präsidialamt in Kiew erklärte, bei seinem Arbeitsbesuch im Donbass habe Selenskyj "sich mit der Einsatzsituation an der Verteidigungsfrontlinie vertraut" gemacht. "Ich bin stolz auf jeden, den ich getroffen habe, dem ich die Hand geschüttelt habe, mit ich mich ausgetauscht habe, den ich unterstützt habe", sagte Selenskyj nach dem Besuch in seiner abendlichen Ansprache.
Der Präsident hatte nach eigenen Angaben auch die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine besucht und dort mit Flüchtlingen aus der stark zerstörten Stadt Mariupol gesprochen. Meist seien es Frauen und Kinder ohne ihre Männer und Väter.
"Der Ehemann von einer ist in den Krieg gezogen, einer ist in Gefangenschaft geraten, einer starb unglücklicherweise", sagte Selenskyj. "Aber wir müssen für die Kinder weiter leben. Wahre Helden - sie sind unter uns."
Selenskyj war zuletzt Ende Mai an der Frontlinie. Der russische Staatschef Wladimir Putin hat hingegen bislang seine Truppen im Ukraine-Krieg nicht besucht.