Schon jetzt sind die "Kraken" die berühmteste Gruppe freiwilliger Kämpfer in der Ukraine. Und sie zählen genau wie das "Asow"-Regiment zuvor zu den umstrittensten Kampfeinheiten. Denn auch sie sollen ihre Kämpfer vor allem in ultranationalistischen und rechtsextremen Gruppen rekrutieren. Die Behauptung weist die Führung der "Kraken" allerdings zurück. Man räumt zwar ein, dass es in den eigenen Reihen durchaus rechtsextreme Soldaten gibt. Allerdings seien die Kämpfer insgesamt eine Gruppe von vielfältiger politischer Ausrichtung, die sich für die Verteidigung der Ukraine einsetze. Zuletzt wurde die Gruppe der Misshandlungen von russischer Kriegsgefangener beschuldigt. Aus diesem Grund haben die Russen den Kommandeur der "Kranken", Konstantin Nemitschew, auch auf die Fahndungsliste gesetzt. Man wirft ihm vor, acht russischen Soldaten misshandelt zu haben. Doch diese Vorwürfe weist Nemitschjew bisher als Fake-News zurück. Insgesamt sollen die "Kraken" nun etwa 1.800 Mitglieder haben und kein offizieller Teil der ukrainischen Truppen sein.