Trotz aller Mißerfolge darf man nicht vergessen, dass das
russische Militär noch über weitere Ressourcen verfügt, die es einsetzen kann. Zudem bliebe Putin auch noch die Möglichkeit einer Generalmobilmachung, wenn er beabsichtigt den Krieg in der Ukraine weiter zu eskalieren. Doch bei Auftritten im Fernsehen ist der Kreml-Herrscher sichtbar um Beherrschung bemüht, wenn er seinen Landsleuten erklärt, dass sein grausamer Angriffskrieg weitgehend nach Plan verläuft. So zeigt sich Putin dann auch gelassen, wegen der Lieferung von hochmodernen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars. Putin glaubt nicht, dass diese das Kräfteverhältnis grundlegend verschieben werden und verglich diese Waffen mit Systemen aus russischer Produktion, die die Ukraine seit dem Beginn des Konflikts im Einsatz hätte. Vielmehr sollen die amerikanischen Lieferungen nach Putins Meinung zerstörtes Kriegsgerät der Ukraine ersetzen.
Deshalb versucht Putin nun offenbar die Waffenlieferung aus den USA als eigenen Erfolg zu verkaufen. "Allem Anschein nach geht es hier auch darum, das Verlorene, das bei den Kampfhandlungen Vernichtete auszugleichen“, erklärte Putin den russischem Zuschauern großspurig. Zudem behauptete Putin seit dem Beginn des Krieges einen Großteil der ukrainischen Kampfdrohnen zerstört zu haben. "Unsere Luftabwehrsysteme knacken sie wie Nüsse“, gab Putin bekannt. Wie man erkennen konnte, scheint die Kommunikationslinie von Putin also weiter eine Mischung aus Drohungen, Prahlereien und Schönfärberei zu sein. Angeblich seien am frühen Sonntagmorgen bei einem Raketenangriff auf die ukrainische Hauptststadt Kiew aus dem Ausland geliefert Panzer zerstört worden. Die ukrainische Seite spricht hingegen lediglich von beschädigter Infrastruktur der Bahn.