Trotzdem verzeichnet Russland durch die hohen Preise für Gas und Erdöl Rekordeinnahmen. Und zwei Drittel dieser Einnahmen fließen direkt in Ausgaben für die Rüstung. Aus diesem Grund wird Russland wohl auch künftig die Lieferungen von Erdgas und Öl nicht freiwillig stoppen. Bis zu 100 Prozent Mehreinnahmen bedeuten die aktuellen Energiepreise für Russland. Wie es scheint, hat die Ukraine also absolut recht mit der Behauptung, die westlichen Länder finanzieren den Krieg des Kremls. Und deshalb macht man sich in Russland bislang auch keine Gedanken über den Rückzug internationaler Firmen, wie zum Beispiel Renault. Dann werde man eben wieder Autos aus eigener Produktion nutzen, kündigt man in Moskau an. Bleibt jedoch abzuwarten, wie die Oligarchen den Wegfall von begehrten Luxuswaren aus dem Westen verkraften werden. Zudem bereichert sich Russland mit Weizendiebstählen in der Ukraine. Noch scheint die Krise in Russland also noch nicht wirklich drastisch zu sein.