Angesichts dieser Tatsachen warnt der bayrische Minister für Wirtschaft Hubert Aiwanger nun bereits vor den Folgen für den nächsten Winter. Denn über diese Speicher werden nicht nur Industrieunternehmen sondern auch viele private Haushalte in den Städten München, Ingolstadt oder Regensburg mit Gas versorgt. “Die Situation für den Speicher Haidach muss zeitnah geklärt werden, um das Potenzial für die Befüllung nutzen zu können”, fordert deshalb jetzt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger gegenüber der “Passauer Neuen Presse”. Die Kapazitäten dieses Speichers werden “dringend für den kommenden Winter” benötigt. Deshalb forderte Aiwanger nun die Alpenrepublik auf, für die Füllung des Speichers zu sorgen. Denn schließlich erhalte Österreich zum Teil aus Gas aus Bayern.
Und scheinbar wird die Alpenrepublik wohl versuchen in dieser Hinsicht auszuhelfen, da Bayern und Österreich bereits seit mehreren Jahren bei der Gasversorgung eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aufweisen können. So werden zum Beispiel die österreichischen Bundesländer Tirol und Voralberg gar vollkommen mit deutschem Gas beliefert. Deshalb plant die Regierung von Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) Deutschland zu helfen. Unter anderem soll die strategischen Gasreserve des Landes künftig auf alle Speicher verteilt werden. Dazu zählt dann auch der Speicher in Haidach. Diese Füllung soll ab dem 1. Juni erfolgen, wie Michael Woltran, der Chef der zuständigen Austrian Gas Grid Management AG (AGGM), vor wenigen Tagen ankündigte. Auch Österreich erhält einen Teil seiner Gaslieferungen aus Russland und will nun spätestens ab 2027 von russischem Gas unabhängig sein.