Deutschland hatte 2021 insgesamt 46 Milliarden
Kubikmeter Gas aus Russland gekauft. Dieser Anteil sinkt nun bereits beständig. Trotzdem dürfte ein im Jahr 2024 anvisierter Ausstieg aus den Verträgen mit Russland schwer werden. Denn offenbar gibt es Verträge bis ins Jahr 2030, die Knebelklauseln nach dem Prinzip "take oder pay“ enthalten. Diese Klauseln verpflichten Deutschland bis ins Jahr 2030 zur Abnahmen von Mindestmengen. Wird die Mindestmenge nicht erreicht, wird die Differenz ebenfalls in Rechnung gestellt. Dies bedeutet, dass der russische Gaskonzern Gasprom in diesem Fall auch ohne die Annahme des Gases von deutscher Seite Anrecht auf Zahlungen hätte. Diese Klausel war von Habeck bisher aber öffentlich nie erwähnt worden. Einziger Ausweg aus dieser Situation wäre ein Gas-Boykott seitens der Bundesregierung, den die Bundesregierung wegen der immensen Auswirkungen auf die Wirtschaft vermeiden will. Ansonsten müsste Deutschland Russland noch bis 2030 40 Millarden Kubikmeter Gas pro Jahr abnehmen oder diese Menge auch ohne Lieferung zahlen.