Wie der kroatische TV-Sender RTL am Montag berichtete, war am Sonntag ein Güterzug voller Militärgüter durch die kroatische Stadt Osijek gefahren. Unter anderem war der Zug mit Militärjeeps, Anhängern und Panzern beladen gewesen. Andere Kriegsgeräte seien mit Planen abgedeckt worden. Auch die Augenzeugen des Konvois vermuten, dass der Zug vorwiegend militärische Ausrüstung transportiert hatte. Anwohner hatten ein Video des Zuges gemacht und im Anschluss dann bei YouTube hochgeladen, auf dem man sieht, wie der mit Kriegsgerät beladene Zug das Zentrum Osijeks passiert. Auch im Nachbarland Bosnien-Herzegowina hatte der Zug für Aufregung gesorgt. Denn angeblich solle sich der Transport von Westen her bosnisch-herzegowinischem Territorium nähren. Allerdings wurde dies umgehend vom kroatische Verteidigungsministerium dementiert.
Wegen der großen Besorgnis in der Bevölkerung, die der Militärtransport ausgelöst hatte, informierte das kroatische Verteidigungsministerium nun in einem Statement: "Am Grenzübergang Beli Manastir in der Republik Kroatien fuhr gestern ein Eisenbahnzug mit Ausrüstung der britischen Streitkräfte in das Hoheitsgebiet der Republik Kroatien ein. Der gleiche Zug hat das Hoheitsgebiet der Republik Kroatien dann am Grenzübergang Tovarnik in Richtung Serbien verlassen. Auf dieser Strecke waren auch heute Waggons mit der Ausrüstung der französischen Streitkräfte unterwegs", schreibt das Ministerium. Offenbar handelt es sich um Transit durch Kroatien, zu denen sich das Land nach dem NATO-Beitritt verpflichtet hat. Offenbar sind die Transportzüge auf dem Weg in die Ukraine, wo die Waffen an die ukrainische Armee übergeben werden sollen.