Erschreckende Bilder aus Tschernobyl - Was haben die russischen Truppen dort getrieben?

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Erschreckende Bilder aus Tschernobyl - Was haben die russischen Truppen dort getrieben?

News (2 / 1) 21.04.2023 23:34 / Angela Symbolbild imago


Dieselgeneratoren angewiesen. Während dieser Zeit sollen Mitarbeiter vor Ort von den Russen mit vorgezogener Waffe zur Arbeit gezwungen worden sein. Jetzt wird die Anlage wieder komplett von der Ukraine kontrolliert. Doch erst jetzt werden die von den Russen vor Ort angerichteten Schäden bekannt. Unter anderem waren die russischen Besatzer offenbar ohne Schutz vor der radioaktiven Strahlung durch das Sperrgebiet gefahren. Sogar Gräben sollen dabei in dem verseuchten Gebiet ausgehoben worden sein. Einige der Soldaten sollen gar tagelang in Sichtweite des Tschernobyl-Reaktors Wache gehalten haben. Dabei könnten viele Soldaten gesundheitliche Schäden davongetragen haben. Außerdem wurde zwei Labore mit hochradioaktive Substanzen geplündert. Angeblich sollen viele der dort eingesetzten Soldaten nun an der Strahlungskrankheit leiden.

Tschernobyl-Arbeiter befürchteten russische Sabotage

Noch immer ist das komplette Ausmaß der russischen Aktivitäten unbekannt. Keiner weiß genau welche Aktivitäten von den Russen in der Sperrzone genau durchgeführt wurden. Es ist allerdings bekannt, dass die Russen bei ihrem Abzug Minen in der Zone hinterlassen haben. Einige dieser Minen seien bereits explodiert und haben so den dort vorhandenen, radioaktiven Boden aufgewirbelt. Zur Zedit sei es nach Meldungen internationaler Medien nicht möglich die genauen Werte der Strahlung vor Ort zu ermitteln, weil das dafür notwendige System von den russischen Besatzern gestohlen worden sei. Angeblich seien sogar die persönlichen Strahlungsmessgeräte von Tschernobyl-Mitarbeiter entwendet worden sein. "Ich hatte Angst, sie würden etwas installieren und das System beschädigen", erzählt der in Tschernobyl beschäftigte Arbeiter Valerii Semenov in einem Interview mit "The Associated Press". Offenbar ging unter den Arbeitern die Angst um, dass die Russen die Anlage sabotieren könnten. Glücklicherweise ist dieser "Worst Case" allerdings nicht eingetreten.