Der amerikanische Präsidenten Joe Biden hatte jüngst gefordert, Kreml-Chef Wladimir Putin so schnell wie möglich die Macht zu entziehen. Damit spricht Biden zwar vielen Menschen aus der Seele, doch offenbar geht dies gar nicht so einfach. Denn in Russland gibt es bereits seit der Zarenzeit keine demokratisch festgelegtes Verfahren mehr, um ein Staatsoberhaupt auszutauschen - aber, dankt Putin vielleicht bald selber ab, der Druck wird immer größer!
Ein Blick auf die Geschichte von Russland macht deutlich, dass der Wechsel des Amtsinhabers in den meisten Fällen nur bei dessen Tod stattfindet. Allem Anschein nach gibt es also keine große Hoffnung, dass Putin dieses Amt vor seinem Ableben verlassen wird. Genauso wie es auch die meisten seiner Amtsvorgänger gemacht haben. Trotzdem gibt es ein Fünkchen Hoffnung. Denn einmal war ein russischer Amtsinhaber tatsächlich aus freien Stücken von seinem Amt zurückgetreten. Dies geschah im Jahr 1999 als der alkoholkranke Präsident Boris Jelzin an Silvester verkündete, dass er sein Amt an einen jüngeren Mann abgeben werde. Damit hatte sich Jelzin den Respekt der Russen gesichert, weil er sich eben auch seiner Schwächen bewußt war.