Besorgt ist auch n-tv-Reporter Rainer Munz, der die Atomwaffen-Debatte in Russland interessiert beobachtet. "Die russische Öffentlichkeit wird schon lange darauf vorbereitet, dass mindestens taktische Atomwaffen eingesetzt werden“, ließ Munz nun verlauten. Diese taktischen Atomwaffen verfügen über eine enorme Zerstörungskraft. Und trotzdem wird im russischen Fernsehen "ganz normal, fast alltäglich“ über den Einsatz dieser Waffen diskutiert. Vor allem schockiert Munz, dass dort über das Thema gesprochen wird, als handele es sich um einen Einkauf von Gurken oder Tomaten. "Das ist wirklich erschreckend“, merkt der Journalist an. Rund 70 Prozent der russischen Bürger wäre demnach dafür solche Waffen einzusetzen. Sollten diese Werte stimmen, würde dies auch die vollkommen reißerische Berichterstattung in Russland erklären. Zuletzt wurde demnach sogar darüber diskutiert eine Atombombe auf Washington abzuwerfen. Über die Folgen einer solchen Diskussion werde dann laut Rainer Munz aber gar nicht nachgedacht.