US-Präsident Donald Trump: Seine schlimmsten verbalen Entgleisungen

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US-Präsident Donald Trump: Seine schlimmsten verbalen Entgleisungen

Stars (1 / 1) 28.12.2020 17:51 / Julia Symbolbild Albert H. Teich/Shutterstock.com


Von "Abschaum" bis "Widerling"

Adam Schiff (59) ist ein ruhiger, höflicher Mann. Die Besonnenheit des Juristen, der seit 18 Jahren für die demokratische Partei im Repräsentantenhaus sitzt, wird von Freund und Feind gleichermaßen gerühmt. Doch für US-Präsident Donald Trump (73) ist er offenbar die Ausgeburt der Hölle. "Shifty Schiff" (zu Deutsch: "durchtriebener Schiff"), so nennt der 73-Jährige ihn bei Twitter, sei "korrupt" und "unehrlich". Ein "Schwächling", "verlogener Dreckskerl" und "Widerling" in seinen Augen.

Trumps Tirade hat einen einzigen Grund: Schiff leitet in der Ukraine-Affäre die Impeachment-Untersuchung gegen ihn - und der US-Präsident hat mal wieder seine berühmte Hasskappe übergezogen. Eine ganze Weile war er seltsam ruhig gewesen, und die Welt fragte sich: Was ist mit ihm los? Ist ihm die Munition ausgegangen? Ist er gar krank? Oder gibt er auf einmal den Staatsmann?

Die spitze Zunge ist zurück

Jetzt ist der alte Trump wieder da, böse wie ein Schachtelteufel. Am liebsten krakeelt er auf Twitter. Und er überschlägt sich vor Wut, vor allem wenn es gegen den ehemaligen Staatsanwalt Schiff geht, der mit dem Amtsenthebungsverfahren einen "Putsch" gegen ihn plane. "Die Lügen des korrupten Politikers Adam Schiff wachsen Tag für Tag", schrieb Trump bei Twitter und teilte der eigenen Partei mit: "Republikaner, ihr habt es mit menschlichem Abschaum zu tun."

So kräftig wie gegen den "kleinen Adam Shit" hat der US-Präsident schon lange nicht mehr ausgeteilt. Es war Juni, als er Nancy Pelosi (79) von den Demokraten in einem Fox-News-Interview als eine Zumutung, eine "widerliche, rachsüchtige, furchtbare Person" bezeichnete. Den ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden (77), der bei den nächsten Wahlen sein Herausforderer sein könnte, hält Trump unterdessen für "schläfrig" und "dumm". Immerhin: "Joe Biden war nur ein guter Vizepräsident, weil er es verstanden hat, Barack Obamas Arsch zu küssen."

Der "Abschaum" muss das abkönnen

Wie es scheint, hat sich Trump in die schlimme Vokabel "Abschaum" verliebt. Er verwendet sie, wenn es sein muss, auch gegen die eigenen Leute. Republikaner, die ihn kritisieren oder gar ablehnen, bezeichnet er als "menschlichen Abschaum". Laut seiner Sprecherin Stephanie Grisham (42) hat das einen Grund. Dem TV-Sender Fox News erklärte sie im Oktober dieses Jahres: Wer gegen den Präsidenten arbeite, "verdient so eine starke Ausdrucksweise".

Auch die verbale Attacke auf prominente Parteifreunde scheut der US-Präsident nicht. Den bekannten Senator Mitt Romney (72) bezeichnete er einst als "aufgeblasenen Arsch", weil dieser es gewagt hatte, den Präsidenten in der Ukraine-Affäre zu kritisieren. Und weil er schon mal dabei war, holte Trump bei Twitter zum großen Rundumschlag gegen den Senator aus. Romney habe nie gewusst, wie man gewinne und den wohl mächtigsten Mann der Welt von Anfang an bekämpft. Er, der Präsident, spüre "viel Undankbarkeit", weil er, der Präsident, doch ihn, den "aufgeblasenen Arsch", bei seiner Senatskandidatur unterstützt habe.