Mehr als sieben Wochen dauert der Krieg in der Ukraine an. Doch die Invasion von Wladimir Putin in dem russischen Nachbarland läuft alles andere als optimal. Immer wieder müssen die Russen empfindliche Rückschläge einstecken. Jetzt steht eine neue Offensive im Osten der Ukraine an. Unterdessen analysiert der
australische Ex-General und Militärstratege Mick Ryan die Fehler der russischen Offensive - und die sind scheinbar riesig und teilweise kaum nachvollziehbar!
Im Krieg ist es für das Militär immer schwer, alle möglichen Eventualitäten vorherzusehen. Denn vor allem die menschliche Eigenschaften führen zu einer Vielzahl möglicher Szenarien. Deshalb werden die Begebenheiten von den Militärs oft falsch eingeschätzt. Dies geschieht häufig aus Gründen, die nicht beeinflusst werden können. Aus diesem Grund ist es wichtig, die jeweilige Strategie an solche unerwartete Ereignisse anzupassen. Und genau dies, sei laut Ryan einer der Schwachpunkte des russischen Militärs. "Die Russen mussten ihren Feldzug innerhalb der ersten 48 Stunden anpassen, da ihr Versuch einer blitzschnellen Eroberung der Ukraine scheiterte", hatte Ryan bei Twitter geschrieben. "Am deutlichsten wurde dies bei den Versuchen, Kiew einzunehmen. Sie mussten ihren Feldzug an die Gegebenheiten der ukrainischen Verteidigungsstrategie anpassen", führt der australische Experte weiter aus. Doch die Russen hätten stattdessen lediglich mehr Panzer und Soldaten eingesetzt, um damit "die Bevölkerung zu terrorisieren".