Aus Washington hieß es, dass der Besuch der US-Kongresspolitiker die "felsenfeste" Unterstützung der USA für Taiwan demonstrieren soll. Senator Graham hatte zuvor scharfe Kritik an Peking anklingen lassen und dem asiatischen Land vorgeworfen, dem Kreml-Despoten Wladimir Putin im Ukraine-Krieg Rückendeckung zu geben. "Wir beginnen damit, dass China einen höheren Preis für das bezahlt, was es überall in der Welt tut", ließ Graham anklingen. "Die Unterstützung für Putin muss mit Kosten verbunden sein", forderte der US-Politiker. Trotz der eigenen Militärmanöver nur wenige Kilometer von Taiwan entfernt warf der chinesische Außenamtssprecher den USA vor, die Spannungen zwischen China und Taiwan zu erhöhen, weil die Amerikaner die taiwanischen "Unabhängigkeitskräfte" weiter unterstützt. "Wer mit dem Feuer spielt, verbrennt sich am Ende selbst", drohte Zhao Lijian nun und wies noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass China in der Taiwan-Frage keine ausländische Einmischung erlaube.