Unterdessen beziffert Selenskyj die Verluste der Russen im bisherigen Verlauf des Krieges mit 20.000 gefallenen russischen Soldaten. In westlichen Regierung werden allerdings niedrigere Zahlen vermutet. Allerdings hatte der Kreml seine Verluste in den letzten Tagen als "bedeutend" eingestuft, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen.
Laut Wladimir Putin bringe Russland dieses Opfer für die Menschen und für den Donbass, erklärte Selenskyj. Dieser wies darauf hin, dass das ostukrainische Kohle- und Stahlrevier nicht einmal im Zweiten Weltkrieg so heftig attackiert wurde, wie jetzt durch die russischen Truppen. Zudem verglich Selenskyj die russische Belagerung von Mariupol im Südosten der Ukraine mit der Belagerung der russischen Stadt Leningrad (aktuell St. Petersburg) durch die deutsche Wehrmacht. Dort waren zwischen 1941 und 1944 mehr als eine Million Todesopfer verzeichnet worden. Die Vorgänge galten als eines der schlimmsten von den Nationalsozialisen begangenen Kriegsverbrechen.