In der Vorwoche hatte die Politikerin gegenüber der "Bild"-Zeitung angegeben, trotz ihres aktuellen Urlaubs an
Regierungssitzungen teilgenommen zu haben. Doch auch dies hatte offenbar nicht der Wahrheit entsprochen. Vorgeworfen worden war der Ministerin allerdings, dass sie damals nach der Flutkatastrophe in Urlaub gefahren war. Wir hatte dies mit familiären Gründen gerechtfertigt. Am Sonntag erklärte sie dann: "Das war ein Fehler, dass wir auch so lange in Urlaub gefahren und dass wir in Urlaub gefahren sind. Ich bitte für diesen Fehler um Entschuldigung.“ Vor allem wegen Druck aus der Union hat Wir nun ihr Amt aufgeben müssen. So habe unter anderem CDU-Chef Friedrich Merz persönlich bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) angerufen und diesen zur Entlassung der Familienministerin aufgefordert. Merz warf Wir vor, ihr seien der Urlaub und ihr Image wichtiger gewesen, als das Schicksal der Menschen nach der Flutkatastrophe. In die gleiche Kerbe schlug CSU-Generalsekretär Stephan Mayer beim "Deutschlandfunk“. Allerdings sei es laut Mayer anerkennenswert, dass Wir sich nun für ihre Fehler entschuldigt habe.