Schon kurz nach dem Start des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatte die russische Armee das Gebiet rund um die Atom-Ruine von Tschernobyl besetzt. Nachdem die russischen Einheiten mittlerweile aus dem verstrahlten Gebiet abgezogen sind, zeigen Aufnahmen von Drohnen nun seltsame Löcher, die die russischen Besatzer dort im Boden hinterlassen haben. Was haben die Russen getan?
Jetzt sind nämlich in Gebieten rund um die Atom-Ruine zahlreiche in den Boden gegrabene Löcher entdeckt worden. Fotos dieser Grabungen wurden nun von dem staatliche Betreiber der ukrainischen Kernkraftwerke beim Messengerdienst Telegram veröffentlicht. Offenbar hatten die Russen versucht, in dem Gebiet Militärstellungen anzulegen. Viele der ausgehobenen Löcher und Gräben sollen sich dabei auch im sogenannten "Roten Wald“ befinden. Dieses gut zehn Quadratkilometer große Areal liegt mitten im Sperrgebiet. Seinen Namen hatte das Gebiet erhalten, nachdem sich im Anschluss an die Atom-Katastrophe von Tschernobyl die dort wachsenden Kiefernbäume rötlich verfärbt hatten und abgestorben waren. Noch heute gilt der "Rote Wald“ als eines der am stärksten kontaminierten Gebiete auf diesem Planeten. Wieso die Russen ausgerechnet dort von ihren Soldaten Schützengräben ausheben gelassen haben, bleibt ein Rätsel. Zudem sind in dem Gebiet auch Spuren von Panzern und anderem schweren Militärgerät gefunden worden. Fast scheint es, als hätten sich die Russen auf längere Gefechte in der Umgebung eingestellt. In der Vorwoche hatten die russischen Truppen die Gegend dann verlassen.