Prinz Andrew: Warum ihn seine Familie versteckt

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Prinz Andrew: Warum ihn seine Familie versteckt

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:48 / Tim Symbolbild Chris Allan / Shutterstock.com


Trotz seiner Fehltritte keine finanziellen Sorgen

Das alles sind Ämter, in denen es sich der Duke, wie man ihn gern nennt, gemütlich einrichten und sich vor allzu peinlichen Fragen nach der Finanzierung seines Lebensunterhalts verstecken kann. Als Mitglied der Königsfamilie bezieht er eine Apanage, über deren Höhe seine Mutter, die Queen, entscheidet.

Vor drei Jahren zog er sich den Unmut seiner Mutter zu, als er ihr einen Brief schrieb, in dem er für seine Töchter Prinzessin Beatrice (31) und Prinzessin Eugenie (29) die Zuweisung offizieller Repräsentationspflichten einforderte. Damit sind allerdings auch einträgliche Vergünstigungen verbunden, etwa eine Apanage aus Steuergeldern sowie angemessen große Appartements im Kensington Palast.

Andrews letzte geregelte Beschäftigung liegt acht Jahre zurück. Von 2001 bis 2011 flog der Duke als Handels-Sonderbotschafter der britischen Wirtschaft mit dem Flugzeug um die Welt. Schnell brachte das ihm seinen zweiten Spitznamen "Airmiles Andy" ein. Nach Medienberichten soll er das eine oder andere Mal eher privat unterwegs gewesen sein.

Freundschaft zu Jeffrey Epstein brach Andrew endgültig das Genick

Öffentlichen Unmut erregte Prinz Andrew auch, als er etwa vom Steuerzahler finanzierte Staatsbesuche mit Golfpartien verband. Als Handels-Botschafter lud er sogar Diktatoren-Söhne in den Buckingham Palast ein. 2011 musste er endgültig von seinem Posten zurücktreten, als seine Freundschaft zu Jeffrey Epstein bekannte wurde, der bereits 2008 wegen Missbrauchs einer 14-Jährigen ins Gefängnis kam.

Nach dem jüngsten Eklat um das BBC-Interview stand dem Prinzen nur seine Ex-Frau Sarah Ferguson, die ebenfalls als besonders schmerzfrei gilt, zur Seite. "Andrew ist ein wahrer und echter Gentleman", twitterte die Herzogin von York. Das sieht der Duke auch so. Nach der Aufzeichnung des Interviews habe er laut der Zeitung "The Guardian" freundlich gesagt: "Das ist doch gut gelaufen, nicht wahr?"