Unterdessen kritisiert Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (44) die Unentschlossenheit der EU. "Ich kann keine Unentschlossenheit tolerieren, nach allem, was wir durchgemacht haben und was Russland uns angetan hat“, wütet der 44-Jährige, der "die prinzipielle Einstellung einiger führender Politiker und Wirtschaftsführer“ in Frage stellt. Diese hielten Krieg und Kriegsverbrechen allem Anschein nach für weniger wichtig als finanzielle Verluste. So plädiert die Ukraine für einen vollständigen Stopp russischer Energieimporte in die EU. Unterdessen ist das Sanktionspaket der EU nun auch auf Holz, Zement, Gummi, Chemikalien und Luxuslebensmitteln wie Kaviar und Spirituosen wie Wodka russischer Hersteller erweitert worden und bedeutet fünf Milliarden Euro jährlich weniger Deviseneinnahmen für Russland. Zudem wird russischen Lastwagen und Schiffe die Einreise in die EU verboten. Damit soll der Export von Halbleitern, Hightech-Maschinen, bestimmter Flüssiggastechnik und anderer Ausrüstung verboten werden und um 10 Milliarden Euro Schaden für Russland bedeuten. Desweiteren wird der Kreis der russischen Oligarchen erweitert, die mit Sanktionen belegt werden. Außerdem sind 4 weitere russische Banken, darunter die VTB-Bank, vom internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen worden.