Google Stadia: Das kann der neue Gaming-Service

Seite 1 / 2

Google Stadia: Das kann der neue Gaming-Service

Stars (1 / 1) 28.12.2020 17:48 / Angela Symbolbild Google Inc.


Die Zukunft des Spielens?

Das Internet ist die Zukunft - insbesondere, wenn es um Unterhaltung geht. Musik- und Videostreaming wie über Spotify oder Netflix sind seit geraumer Zeit angesagt. Mittlerweile gibt es auch Streaming-Alternativen für Videospiele. Am 19. November startet nun Google Stadia in vierzehn Ländern, darunter auch in Deutschland. Die Nachrichtenagentur spot on news konnte schon vor dem Launch Hand anlegen.

Die Cloud macht es möglich

Das Prinzip ist ganz einfach: Spieler zocken aktuelle Games direkt auf Smartphone, Tablet, PC, Laptop und am Fernseher - und das ganz ohne Download. Google Stadia ist eine Plattform, die auf der Cloud basiert und dadurch nicht auf einen einzelnen bestimmten Typus Endgerät angewiesen ist. So können Spieler zum Beispiel "Red Dead Redemption 2" am PC im Arbeitszimmer anschmeißen und eine halbe Stunde später einfach zum Fernseher im Wohnzimmer wechseln - und dort an der gleichen Stelle weiterspielen, an der sie gerade pausiert haben.

Da die Spielinhalte direkt gestreamt werden, ist kein vorheriger Download nötig. Gamer können direkt loslegen und müssen auch nicht mehr auf etwaige Patches oder Updates ihrer Plattform warten. Auf der anderen Seite ist ein Download leider auch nicht möglich. Sollte beispielsweise der Internetanbieter einmal Probleme machen, kann solange nicht auf den Service zugegriffen werden. Um spielen zu können, muss zwangsweise eine Internetverbindung bestehen.

Sieht fantastisch aus, spielt sich flüssig

Bei einer ausreichend schnellen Leitung sehen die Spiele umwerfend aus. Wer 35 Mbp/s oder mehr zur Verfügung hat, der kann laut Angaben von Google bedenkenlos in 4K-Auflösung und mit 60 Frames pro Sekunde streamen. Zudem werden HDR und 5.1-Surround-Sound unterstützt. Bei schlechteren Verbindungen wird die Auflösung allerdings auf 1080p oder sogar 720p heruntergeschraubt, um ein flüssiges Spielerlebnis zu gewährleisten. Das von Google empfohlene Minimum liegt bei 10 Mbp/s.

spot on news konnte vorab Google Stadia unter anderem mit den Spielen "Destiny 2: The Collection" und "Mortal Kombat 11" ausprobieren. Dabei ließ der neue Service keine Wünsche offen. Der Wechsel zwischen den einzelnen Plattformen klappte sehr zügig und ohne Probleme, die Bildqualität war durchgängig großartig und es gab keine spürbare Verzögerung bei der Eingabe von Befehlen über den Controller.

Apropos Controller: Derzeit ist Google Stadia nur in einer "Stadia Premiere Edition" zum einmaligen Anschaffungspreis von 129 Euro erhältlich, die mit einem eigenen Stadia-Controller, einem Google Chromecast Ultra und drei Monaten "Stadia Pro" daherkommt. Eine zuvor erhältliche "Founder's Edition", die allerdings fast identische Inhalte bietet, ist bereits vergriffen. Zwar werden unter anderem auch der Xbox-One-Controller von Microsoft und der DualShock-4-Controller von Sony unterstützt, der hauseigene Stadia-Controller bietet sich hier aber natürlich perfekt an. Der Controller hat ein angenehmes Gewicht und lag beim Ausprobieren gut in der Hand, wie er sich auf Dauer schlägt, muss sich aber erst noch zeigen.

Um den Gaming-Spaß auf den TV zu bringen, wird ein Chromecast Ultra mitgeliefert, über den man beispielsweise auch Inhalte von Netflix, YouTube und Co. auf den Fernseher streamen kann. Das kleine Streaming-Gerät ist quasi mit jedem aktuellen TV kompatibel. Ältere Chromecast-Modelle unterstützen Google Stadia derzeit leider nicht. Wer zudem auf dem Smartphone oder Tablet spielen möchte, der braucht zum Start zwingend ein Google Pixel 2, Pixel 3, Pixel 3a, Pixel 4 oder ein Tablet mit ChromeOS. Die Unterstützung für weitere Geräte soll in Zukunft folgen.

Diese Games gibt es zum Start