Beschlossene Sache: Deutschland bekommt den "Iron Dome" und kauft Arrow 3 Raketenschutzschild

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Beschlossene Sache: Deutschland bekommt den "Iron Dome" und kauft Arrow 3 Raketenschutzschild

News (2 / 1) 06.04.2023 23:33 / Günter Symbolbild imago


Arrow 3 soll Deutschland vor Raketenangriffen schützen

Künftig soll nun also der Arrow 3 Raketenschutzschirm Deutschland vor dem Angriff mit Mittelstreckenraketen und Langstreckenwaffen schützen. So könnte zum Beispiel ein aktuelles Bedrohungsszenario durch den Beschuss von einem Moskauer Militärstützpunkt in der russischen Exklave Kaliningrad im Baltikum ausgehen. An diesem Stützpunkt an der Ostsee sind beispielsweise russische Iskander-M-Raketen stationiert. Diese von mobilen Rampen abgefeuerte Raketen haben eine Reichweite von etwa 500 Kilometern. Israel nutzt den Raketenschild um sich vor aus dem Westjordanland oder dem Gazastreifen abgefeuerten Raketen der Palästinenser zu schüzten. Der Arrow 3 Raketenschild verfügt über eine mobile Startvorrichtung bei der in der Regel vier Raketen mit einer mobilen Radarstation kombiniert werden. Damit sollen ballistische Mittel- und Langstreckenraketen abgefangen werden können. Dies soll sogar außerhalb der Erdatmosphäre in 100 Kilometern Höhe möglich sein.

Abwehrsystem soll anfliegende Raketen zerstören

Die Raketen des Abwehrsystems sollen eine Reichweite von bis zu 2.400 Kilometern haben. Die Raketen sind dabei mit einem Kontrollzentrum verbunden, die die Flugbahn der Rakete und der anfliegenden Waffe berechnet. Damit können Steuersignale zur Korrektur der Flugbahn in die Stratosphäre übertragen werden. Ziel der Rakete ist es den anfliegende Gefechtskopf auf Kollisionskurs mittels der Energie des Aufpralls zu zerstören. Diese Systeme sollen zukünftig dann über ganz Deutschland verteilt aufgestellt werden, um einen Schutzschild über ganz Deutschland zu bilden. Dieses Vorhaben wird dann vermutlich aber auch mit der NATO abgestimmt werden. Die Kosten für diesen Schutzschild sollen bei rund 2 Milliarden Euro liegen und aus dem von Bundeskanzler Scholz zur Verfügung gestellten Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr finanziert werden.