Der Strafprozess gegen den ehemaligen Tennis-Star Boris Becker in London geht seinem Ende entgegen. Am Dienstag hatten die Staatsanwältin ihr Plädoyer gehalten und auch Beckers Anwalt durfte noch mit seinem Plädoyer beginnen. Boris Becker sei in 24 Anklage-Punkten schuldig, wie die Anklage noch einmal betonte! Muss Boris jetzt wirklich 7 Jahre ins Gefängnis?
Wegen Verstößen gegen das Insolvenzverfahren wirft die Staatsanwaltschaft Becker insgesamt 24 Anklagepunkte vor. So soll Becker beim Insolvenzverfahren Immobilien, Trophäen und andere Vermögenswerte nicht gemeldet haben. Becker plädiert in allen 24 Punkten auf "nicht schuldig". Eine Aussage, die ihm Staatsanwältin Rebeeca Chalkley offenbar nicht abnimmt. "Becker versucht jedem die Schuld in die Schuhe zu schieben, nur nicht sich selbst“, erklärte sie bei ihrem Plädoyer und fügte hinzu:. "Die Art und Weise, wie er mit Geld umgegangen ist, zeigt, dass er sehr wohl wusste, was er da macht.“ Offenbar glaubt die Staatsanwältin, dass Becker weit mehr Verantwortung für die Vorfälle habe, als er selbst zugeben will. Unter anderem erinnerte die Staatsanwältin noch einmal daran, dass Becker bereit im Jahr 2002 wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden sei. Chalkey glaubt, dass Becker Teile seines Vermögens bewusst nicht offengelegt habe, weil er fürchten musste, dieses Geld zu verlieren.