Insgesamt sollen die russischen Tanker zur Zeit gut 8,5 Millionen Barrel russisches Öl an Bord haben. Die Einnahmen die Russland aus diesen Rohstoffen erlöst, sind enorm wichtig für die Staatskasse des Landes. Nun könnten die russischen Unternehmen versuchen, zum Beispiel die Herkunft des Öls zu verschleiern. Dafür müssten sie ihr Öl mit anderem Öl mischen. Oder sie machen sich auf die Suche nach einem Käufer, die die Ware trotzt der Sanktionen kaufen. Denn neben den Staaten der EU kauft zum Beispiel auch die Schweiz weiter Öl aus russischer Produktion. Und es gibt natürlich auch Staaten, die die aktuelle Situation ausnutzen. So hat beispielsweise Indien seine Importe von russischem Öl drastische gesteigert. "Wenn es den Kraftstoff mit Rabatt gibt, warum sollte ich ihn dann nicht kaufen?“, hatte zuletzt die indische Finanzministerin Nirmala Sitharaman gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärt. So hat Indien die Importe aus Russlands seit dem Start des Kriegs in der Ukraine um 700 Prozent gesteigert.