Wie das Unternehmen Nestle mitteilt habe man bei genommenen Proben keine Anzeichen auf E.-coli-Bakterien bei den Pizzen entdeckt. Bis zur Klärung der Sachlage werde man die Produktion vorläufig einstellen, bis "die Ursachen für diese Kontamination ermittelt wurden, damit entsprechende Abhilfemaßnahmen ergriffen werden können". In der Produktionsstätte wird allerdings von katastrophalen sanitären Zuständen berichtet. Nach Angaben des Senders RMC seien die Wänden der Produktionshalle mit Schimmel bedeckt. Zudem sollen viele der Angestellten sich nie die Hände gewaschen haben . "Es hat mich gewundert, dass so etwas nicht schon vorher passiert ist", gab ein Whistleblower zu verstehen, der auch einige schockierende Bilder aus der Fabrik an die Medien übergeben hatte.
Obwohl Nestle-Generaldirektor Pierre-Alexandre Teulié bei der Nachrichtenagentur AFP einräumte, dass die Aufnahmen tatsächlich aus einer der betroffenen Fabriken stammt, würden die Bilder nach Teuliés Aussage "nicht den normalen, üblichen oder akzeptablen Zustand" zeigen. Der hygienische Zustand auf den Bilder sei nur "nach einer Panne" oder "während des Reinigungsprozesses" möglich. Teulié verwies darauf, dass es bei unangekündigten Kontrollen sowohl im September 2020 und auch im März 2021 keine Beanstandungen gegeben habe. Zudem habe man in den letzten Tagen selbst 75 Proben genommen, die allesamt negativ ausgefallen seien. Bei E.coli handelt es sich um ein Stäbchenbakterium. Es kommt sowohl im menschlichen als auch im tierischen Darm vor und übernimmt dort wichtige Aufgaben. Verschiedene pathogene E.-coli-Stämme können beim Menschen jedoch verschiedene schwere Erkrankungen hervorrufen.