Bei der Bundeswehr ist der Spionage-Fall eines Offiziers aufgeflogen. Jetzt hat der Generalbundesanwalt in Karlsruhe Anklage gegen einen Reserveoffizier erhoben. Dieser soll offenbar deutsche Geheimdienstinformationen unbefugt an Russland weitergegeben haben. Schon 2014 soll der Reserveoffizier dem russischen Geheimdienst als "geheim" deklarierte Informationen weitergegeben haben. Welche Geheimnisse hat er an Putin verraten?
Die jetzt erhobene Anklage begründet man von Seiten des Karlsruher Generalbundesanwalt mit dem Vorwurf der "Tätigkeit für einen ausländischen Geheimdienst gegen die Bundesrepublik Deutschland“ sowie dem Vorwurf gegen einen "NATO-Vertragsstaat“ gehandelt zu haben. Wie weiter bekannt wird, soll der angeklagte Reserveoffizier bei einem Kreisverbindungskommando der Bundeswehr als stellvertretender Leiter gedient haben. Zudem saß er in mehrerer Ausschüssen der deutschen Wirtschaft. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt, was die Identität des Mannes angeht. Doch offenbar sei der Beschuldigte wohl seit Oktober 2014 als Spion von den Russen eingesetzt worden. Zum Beginn des Krieges in der Ukraine sei der Mann noch im Einsatz gewesen. Letztmals soll der Mann noch im März diesen Jahres Informationen an die Russen weitergegeben haben. Dabei habe es sich um Dokumente und Daten aus öffentlichen und nichtöffentlichen Quellen gehandelt.