Seit einigen Tagen dauert der russische Krieg in der Ukraine bereits an. Und dies führt offenbar auch dazu, dass die Differenzen innerhalb der EU über das Vorgehen immer offener zu Tage treten. Beim EU-Gipfel in Brüssel jedenfalls schien die Geschlossenheit der Mitgliedsstaaten bereits zu bröckeln.
Schon am 1. Tag des EU-Gipfels haben der deutsche
Bundeskanzler Olaf Scholz (63, SPD) und die anderen Staats- und Regierungschefs bei ihrem Treffen im französischen Versailles mehrere Stunden lang darüber diskutiert, wie es nach den russischen Attacken auf die Ukraine weitergehen soll. Dabei geriet Scholz zum Teil schwer in die Kritik, weil Länder wie Lettland deutlich machten, dass man die deutsche Ablehnung wegen eines möglichen Importstopps der russischen Energie für nicht tragbar halte. Hitzig diskutiert wurde auch die Frage über einen schnellen EU-Beitritt der Ukraine. Auch hier zählte Scholz zu denjenigen Politikern, die versuchten bei diesem Thema auf die Bremse zu treten. Wie es scheint, bilden sich langsam erste Risse bei den EU-Partnern.