Vor Gericht sagte Becker nun folgendes aus: "Wie Sie sich vorstellen können, war ich damals sehr über die Vorkommnisse schockiert. Weil weltweit darüber berichtet wurde. Und ich bin durch das Wimbledon-Tor gegangen und alle wussten es“, gab der 54-Jährige zu Protokoll, der den größten Teil seiner Aussage vor Gericht in Englisch abgegeben hatte. Zum Zeitpunkt der Bankrotterklärung im Jahr 2017 sei auch seine persönliche Situation schwierig gewesen. "Ich habe mich geschämt, weil ich pleite war“, gesteht die Tennis-Legende offen ein und gibt zudem zu verstehen, dass das Verhältnis zu seiner damaligen Ehefrau Lilly Becker unter der Situation gelitten habe. Er und Lilly hätten zu diesem Zeitpunkt bereits in verschiedenen Bereichen des Miethauses in Wimbledon gewohnt. Durch die Berichterstattung habe dann auch noch die "Marke Becker“ Schaden genommen, wie Becker vor Gericht klarmacht. Aus diesem Grund sei es im Anschluss schwieriger geworden, Geld zu verdienen, um damit seine Schulden zu begleichen. Noch stehen in dem Prozess zwei bis drei Wochen Verhandlungen an. Danach wird Becker wissen, ob er noch einmal mit einem blauen Auge davonkommt. Becker hat in allen gegen ihn erhobenen Anklagepunkten auf "nicht schuldig" plädiert.