Waffenruhe für Mariupol? Wieder nur ein Trick von Wladimir Putin - das plant der Kreml-Despot wirklich

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Waffenruhe für Mariupol? Wieder nur ein Trick von Wladimir Putin - das plant der Kreml-Despot wirklich

News (2 / 1) 31.03.2023 23:33 / Frank Symbolbild imago


Russland scheine "entschlossen, die Stadt zu erobern oder zu vernichten, egal um welchen menschlichen Preis", erklärte Baerbock. Sie appellierte an Moskau, "sichere Korridore für Zivilpersonen zur freiwilligen Evakuierung und die Lieferung humanitärer Hilfe für diejenigen zu ermöglichen, die nicht gehen können oder bleiben wollen".

Das südukrainische Mariupol ist seit Wochen von jeglicher Versorgung abgeschnitten und wird von den russischen Streitkräften heftig beschossen. Tausende Menschen sind in der Stadt bereits getötet worden.

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj sagte in seiner Ansprache: "Wir glauben niemandem, keiner einzigen schönen Phrase". Dabei bezog er sich auf die Zusicherung russischer Unterhändler vom Dienstag, Moskau werde seine Angriffe auf Kiew und Tschernihiw im Norden "radikal" zurückfahren.

Dennoch wurde Tschernihiw laut ukrainischen Behörden weiterhin beschossen. Der ukrainische Generalstab erklärte, dass er kurzfristig sogar eine "Intensivierung" des russischen Feuers erwarte. Reporter der Nachrichtenagentur AFP meldeten zudem weiterhin Explosionen aus der Richtung der umkämpften Kiewer Vorstadt Irpin.

Selenskyj bekräftigte Angaben seiner Armee, dass sich die russischen Streitkräfte nur umgruppieren würden, damit sie in der Donbass-Region im Osten stärker angreifen können. "Wir werden nichts verschenken. Wir werden um jeden Meter unseres Territoriums kämpfen", warnte der Präsident.

Aus zahlreichen Ortschaften in der Ostukraine wurden weitere Luftangriffe gemeldet. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs wurde die Großstadt Charkiw mit Artillerie beschossen. Die ukrainische Armee gewann demnach die Kontrolle über eine strategisch wichtige Autobahn von Charkiw nach Tschugujew zurück. "Überall liegen russische Leichen verstreut", sagte ein ukrainischer Geheimdienstoffizier zu AFP.

US-Militärs sagten indessen, dass die russischen Streitkräfte begonnen hätten, sich aus der Region um das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl zurückzuziehen. "Wir glauben, dass sie abziehen, aber ich kann Ihnen nicht sagen, dass sie alle weg sind", sagte ein Pentagon-Vertreter, der anonym bleiben wollte.

Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über eine diplomatische Beilegung des Konflikts sollen dem ukrainischen Unterhändler David Arachamia zufolge am Freitag per Online-Schalte fortgesetzt werden. Zuletzt hatten die Unterhändler am Dienstag in Istanbul in direkter Begegnung miteinander verhandelt, ohne dass ein Durchbruch erzielt werden konnte.