Chefreporter Jim Sciutto bei Twitter. Laut Sciutto hätten zwei hochrangige US-Beamte dies als "bedeutsamen“ Strategiewechsel eingestuft und es scheine sich nicht nur um eine kurzfristige Anpassung zu handeln. Offensichtlich reagiere Russland auf die gescheiterten Pläne beim Vormarsch im Norden der Ukraine.
Offenbar kommt von den Russen bei den Verhandlungen in Istanbul nun auch mehr Bereitschaft zu Einigung. Allem Anschein nach zeigt dies auf, dass die russischen Truppen ihre gesteckten Ziele nicht erreichen. Ein Stopp des Krieges ist laut Außenministeriums-Sprecherin Maria Sacharowa noch weit entfernt. Denn diese verkündete, man werde die "militärische Spezial-Operation“ in anderen Gebieten der Ukraine fortsetzen. "Sie verläuft streng nach Plan“, hatte Ministerin zuvor gegenüber das Agentur Interfax verkündet. Von Seiten der Ukraine ist ebenfalls eine hohe Verhandlungsbereitschaft vorhanden. So sei man bereit auf einen Beitritt zur NATO zu verzichten, fordere aber im Gegenzug Sicherheitsgarantien. Diese soll von den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats kommen, erklärte Delegationsmitglied David Arachamija am Dienstag. Auch Länder wie die Türkei, Deutschland, Kanada, Italien, Polen, Israel und andere Länder sollen sich den Garantien anschließen. Zudem will die Ukraine von Moskau die Erlaubnis zum Beitritt in die EU einfordern. Gebiete an Russland abzutreten, schließt die Ukraine kategorisch aus. "Wir erkennen nur die Grenzen der Ukraine an, die von der Welt mit Stand 1991 anerkannt sind“, heißt es aus der Verhandlungsgruppe.