Zuletzt hatte der Westen Sanktionen gegen russische Oligarchen beschlossen, die dem russischen Präsidenten Wladimir Putin oder dem Kreml nahestehen. Nun spricht der russische Milliardär Pjotr Awen darüber, wie es ist, nicht an sein Geld zu kommen. Bei einem Interview mit der "Financial Times" gibt Awen nun einen Einblick in sein Leben, nachdem er von den westlichen Sanktionen selbst betroffen ist. Während andere sterben jammert er über triviale Dinge!
Nun ist der russische Oligarch Pjotr Awen lediglich noch auf dem Papier ein schwerreicher Mann. Laut dem bekannten US-Magazin Forbes hat Awen ein Vermögen von 4,4 Milliarden Dollar (4 Milliarden Euro). Trotzdem weiß der 67-Jährige im Augenblick nicht einmal, wie er seine täglichen Rechnungen begleichen soll. Denn Awen ist Teil einer Gruppe russischer Oligarchen, die von der EU, Großbritannien und der USA mit Sanktionen belegt wurden. Deshalb wurde sein Vermögen eingefroren. Awen erzählt, dass seine Frau kurz vor dem Start der Sanktionen noch an verschiedenen Bankautomaten Bargeld gezogen habe. Doch jetzt ist es mit Awens Luxus-Leben erst einmal vorbei. "Unser Business ist komplett zerstört. Alles, was wir in 30 Jahren aufgebaut haben, ist jetzt komplett ruiniert. Und wir müssen irgendwie ein neues Leben anfangen", erklärt Awen gegenüber der "Financial Times". Dies führt dazu, dass sich der Multimilliardär erstmals seit vielen Jahren wieder mit Alltagsproblemen konfrontiert sieht. Seine Angestellten kann er nicht mehr bezahlen. Besonders seinen Fahrer vermisst Awen. "Ich fahre gar nicht selbst…vielleicht fährt meine Stieftochter mich. Wir wissen nicht, wie wir überleben sollen", erklärt der Mann, der allerdings in einer Luxus-Wohnung in London sitzt und nicht wie Teile der ukrainischen Bevölkerung in einem Kiewer Keller.