Experten haben jedoch Zweifel an dem Material. Denn der Kreml könnte altes Videomaterial des Ministers zusammengeschnitten haben. Darauf deutet vor allem hin, dass alle anderen Teilnehmer der Sitzung deutlich zu sehen sind, während Schoigus Platz auf dem Bildschirm zunächst schwarz bleibt und dessen Bild dann für ein paar Sekunden zittert. Zudem hat das Video auch keinen Ton und Schoigu kommt nicht zu Wort. Ein anderer Grund könnte Putins interne Hexenjagd im Kreml sein. Vielen seiner Mitarbeiter misstraut Putin bereits, weil sich die Invasion in der Ukraine immer mehr zum Desaster entwickelt. Und dafür ist auch Schoigu zu einem gewissen Teil verantwortlich. Angeblich werde zudem ein Maulwurf im inneren Zirkel der Macht vermutet, nachdem die Amerikaner und die Briten über militärischen Pläne der Russen informiert wurden. Unter anderem sollen diese Lecks auch dafür verantwortlich gewesen sein, dass die Militärs der Ukraine ihre Strategie geändert hatten und nun gezielt Führungsoffiziere und Elitetruppen der russischen Streitkräfte ins Visier nehmen. Könnte Putin seinen Verteidigungsminister schlichtweg kaltgestellt haben?