Seit Wochen ist offensichtlich. dass der russische Angriff auf die Ukraine nicht so abläuft, wie dies von Moskau geplant worden ist. Während die russische Armee herbe Verluste erleidet, scheint ein schnelles Erreichen der Ziele in weiter Ferne. Deshalb will man nach Angaben des Kremls sein Augenmerk nun auf die "Befreiung" des Donbass legen. Eine Finte oder ein erstes Rückzuggefecht um sauber aus dem Krieg raus zu kommen? Hoffnung keimt auf!
Offenbar haben die russischen Streitkräfte nun den Befehl bekommen, sich nach Angaben aus dem russischen Verteidigungsministeriums in Moskau, vollkommen auf die völlige "Befreiung" des Donbass zu konzentrieren. Allerdings wolle man aber nicht ausschließen auch die derzeit eingekesselten ukrainische Städte zu stürmen, ließ das Ministerium gegenüber der russischen Agentur Ifax verlauten. Man habe bei der "Spezial-Operation" in der Ukraine zwei Optionen erwogen. Entweder ein Einsatz in der gesamten Ukraine oder lediglich innerhalb der Separatisten-Gebiete im Donbass. Nach russischen Angaben habe man nun ein erstes Ziel erreicht und die "ukrainischen Kampfeinheiten in bedeutendem Umfang reduziert", wie der stellvertretende Generalstabschef Sergej Rudskoj gegenüber der Presse zu Protokoll gab. Ab sofort soll sich die Armee deshalb nun auf das Hauptziel der Operation konzentrieren. Damit meinte Rudskoj die "Befreiung des Donbass". Seit dem Beginn der Oparation behauptet Russland, dass die Militäraktion in der Ukraine dazu diene die Separatistengebiete Luhansk und Donezk vor ukrainischen Neo-Nazis zu schützen. Als Vorwand wurde eine angeblicher Völkermord an in der Region lebenden Russen genannt. Internationale Experten bezeichnen dies allerdings als haltlosen Vorwand. Vor dem Beginn des Krieges hatte Putin die Separatistenregionen in Luhansk und Donezk als unabhängige Gebiete anerkannt. Bisher hat der Krieg tausende Menschenleben geforrdert.