Steht die Ukraine vor einem Wendepunkt in Putins Krieg oder erlaubt die russische Armee den Soldaten der Ukraine eine letzte Atempause vor der nächste Attacke auf die Hauptstadt Kiew und deren Umland? Wie jetzt bekannt wird, hat das ukrainische Militär Verteidigungsstellungen gut 35 Kilometer östlich von Kiew zurückerobert - nur ein Trick von Putins Truppen oder steht tatsächlich eine Wende bevor?
Diese wichtige Rückeroberung habe dazu beigetragen, dass sich die russischen Truppen ein wenig zurückfallen gelassen hatten. Denn offenbar kommt der Nachschub nicht so an, wie er benötigt wird. Schon seit Wochen haben die ukrainischen Verteidiger sich auf die russischen Nachschublinien spezialisiert und greifen gezielt die logistischen Ketten der Angreifer an. Am Freitag hatte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow (55) die ukainischen Truppen außerhalb der Hauptstadt Kiew besucht. Zudem war gemeldet worden, dass sich die russischen Truppen im Norden der Ukraine zum Teil bis hinter die russische Grenze zurückgezogen haben. Einige dieser Einheiten sollen bis zu 50 Prozent ihrer Soldaten in den Kämpfen eingebüßt haben. Außerdem hatten amerikanische Experten anhand der Daten vermutet, dass die Russen bei ihren Hightech-Waffen einen Ausfall von bis zu 60 Prozent aufweisen. Dies könne nach Ansicht der Experten einer der Gründe sein, wieso die Russen ihren gesetzten Zielen in dem Krieg weiter hinterherlaufen.