Ohne jeden Zweifel hat das Auslaufen der U-Boote mit der Situation in der Ukraine zu tun. Bereits eine Woche nach dem Konflikt hatte Frankreich ein 2. U-Boot auf Patrouille geschickt. Nun soll also ein drittes Boot losgefahren sein. Das vierte U-Boot wird zur Zeit im Trockendock überholt. Einer der Gründe zum Einsatz von U-Booten ist es, die Gefahr von Bombenangriffen aus der Luft zu reduzieren. Die erhöhte Nuklear-Bereitschaft hat aber zum Ziel Moskau eindeutig zu warnen, dass seine U-Boot-Flotte sofort auf einen russischen Angriff kontern könnte. Die französische Marine ist im Besitz von insgesamt 300 Atomsprengköpfe. Die drei auf Patrouille befindlichen Atom-U-Boote (Le Triomphant, Le Téméraire, Le Vigilant und Le Terrible) sollen mit je 16 Raketen ausgerüstet sein. Jede Rakete kann bis zu sechs Sprengköpfe transportieren. Dazu befindet sich im Besitz der französischen Militärs auch 40 Luft-Boden-Atomraketen (ASMPA). Diese können von Rafale-Flugzeugen aus abgefeuert werden oder auch vom französischen Flugzeugträger Charles-de-Gaulle abgeschossen werden. Neben den Franzosen verfügen lediglich die Briten in Europa über 220 weitere Atomsprengköpfe.