In den letzten Tagen hatte die russische Armee bestätigt auch eine Hyperschall-Rakete gegen Ziele in der Ukraine eingesetzt zu haben. Dies hält der Rüstungsexperte Frank Sauer für glaubwürdig. Trotzdem kommt Sauer zum Schluss: Die Kinschal-Rakete ist "keine Wunderwaffe".
Allem Anschein nach hatte die russische Armee am letzten Wochenende eine dieser Hyperschall-Raketen im aktuellen Ukraine Konflikt eingesetzt. Dies wurde sowohl von russischer Seite als auch von amerikanischen Experten und vom Nachrichtensender CNN bestätigt. Experte Frank Sauer sagt dazu in einem Interview mit der ARD-Tagesschau: "Ich neige aktuell dazu, anzunehmen, dass dieser Angriff tatsächlich stattgefunden hat." Nach Sauers Meinung sei die Existenz der Waffe schon lange bekannt gewesen. Nun äußert sich der Experte zur Waffe selbt. Denn offenbar ist die russische Hyperschall-Rakete nicht die Wunderwaffe, wie die Russen immer wieder behaupten. "Der Begriff Hyperschallrakete ist zwar korrekt, in diesem Fall aber irreführend. So gut wie jede ballistische Rakete erreicht auf ihrer Flugbahn irgendwann Hyperschallgeschwindigkeit", stellt Sauer klar und macht auch deutlich, dass die Idee zum Abschuss von ballistischen Raketen von Flugzeugen ebenfalls nicht neu sei. Mit Gleitvehikeln habe die russische Überschall-Waffe aber rein gar nichts gemeinsam. Denn sie dringen zu keinem Zeitpunkt in den Orbit ein, gleiten also praktisch während des gesamten Fluges innerhalb der Atmosphäre. Trotzdem bestätigt Sauer, dass diese Raketen durch eine höhere Lenkbarkeit tatsächlcih schwerer abgefangen werden können.