Im Augenblick befindet sich Deutschland und auch Europa in einem Dilemma. Denn noch immer ist man zu einem Großteil auf Öl- und Gas aus Russland angewiesen. Eine vertrauliche Analyse zeigt nun jedoch eine Lösung auf. So könnte nach einer Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung die Türkei als Lieferant einspringen. Eine Gefahr sei in diesem Zusammenhang allerdings die gute Beziehung zwischen der Türkei und Russland. Kommen wir vom Regen in die Traufe?
Wie eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) zeigt, hätte die Türkei das Potenzial, sich zum neue Öl- und Gas-Drehkreuz für Europa zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten des Ankara-Büros der KAS. Das vertrauliche Papier soll dem Magazin "Business Insider“ vorliegen. Darin wird vorgeschlagen, "den Ausbau des südlichen Gaskorridors und die Nutzung der Türkei als strategischen Energiehub mit Zugang zu Gasvorkommen im kaspischen Meer und östlichen Mittelmeer zu nutzen", um sich von den russischen Lieferungen zu befreien. Zudem sei das Potential für den Import von aserbaidschanischen, turkmenischen, irakischen und in Zukunft gegebenenfalls auch iranischem Öl und Gas ausbaufähig. Die Autoren der Studie kommen zum Ergebnis, dass sich die Türkei als Hub für Gas und Erdöl positionieren könnte.