"Held der Russischen Föderation" ein enger Vertrauter von Wladimir Putin. Doch laut der britischen Tageszeitung "Mirror" soll der FSB-Geheimdienstchef erst kürzlich wegen "Fehlinformationen bezüglich des Ukraine-Kriegs" bei Putin in Ungnade gefallen sei. So sollen Bortnikow und dessen Abteilung für die Analyse der Stimmungslage in der Ukraine sowie die Beurteilung der Stärke der ukrainischen Armee verantwortlich gewesen sein. In den Augen Putins sollen sie dabei jedoch komplett versagt haben.
Angeblich soll der 70-jährige Bortnikow für diese Mission ausgewählt worden sein, weil er die wirtschaftlichen Beziehungen zum Westen verbessern könnte. Doch ein "netter Kumpeltyp" ist Bortinikow auf keinen Fall. Der Leiter des inländischen FSB-Spionagedienstes hat aber eine riesiges Netz von Insidern. Und zwar auch in der Ukraine wo er selbst jahrelang Agenten beaufsichtigt hat. Bortnikow, der aus dem Ural stammt, hatte sich schon am Ende der Sowjetzeit einen Namen beim Aufbau des russischen Wirtschaftswachstums gemacht und auch gleichzeitig die russische Spionageabwehr geleitet. 2017 hatte Bortnikow in der Tageszeitung "Rossiiskaya Gazeta" erklärt, dass die von Joseph Stalin durchgeführten Massensäuberungen "eine ganz objektive Seite" gehabt hätten. Mit seiner Beförderung zum Chef des FSB ist Bortnikow seit 2008 eine der einflussreichsten Personen in ganz Russland. Zwar soll Bortnikow über weniger Einfluss auf Putin verfügen als Nikolai Patruschew oder Sergei Naryschkin, dafür sei er aber besser bei der russischen politischen Elite angesehen, bestätigt der "Mirror". Bleibt die Frage, ob Bortnikow Putin tatsächlich die Stirn bieten wird.