Opfert Selenskyj die besetzten Gebiete? Ukrainischer Präsident sendet drastische Botschaft an Putin!

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Opfert Selenskyj die besetzten Gebiete? Ukrainischer Präsident sendet drastische Botschaft an Putin!

News (2 / 1) 23.03.2023 00:34 / Frank Symbolbild imago


Am späten Sonntagabend wurde bei einem russischen Angriff das Einkaufszentrum "Retroville" im Nordwesten Kiews zerstört. Laut Moskau diente das "funktionsunfähige" Einkaufszentrum als Waffenlager.

Ukrainischen Angaben zufolge wurden bei dem Angriff insgesamt acht Menschen getötet. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen sechs Leichen, die aus den Trümmern herausgezogen worden waren. Es handelte sich um Männer in Militärkleidung. Die Überreste eines großen Motorblocks und Teile von grünen Stahlgerüsten deuteten auf gepanzerte Fahrzeuge hin.

Mariupol zu 80% zerstört

In der seit Wochen von russischen Truppen belagerten Stadt Mariupol sind nach Angaben der Militärverwaltung mittlerweile "mehr als 80 Prozent der Infrastruktur beschädigt oder zerstört". Die humanitäre Lage dort ist laut der UNO "äußerst ernst", mit "einem kritischen und potenziell lebensbedrohlichen Mangel an Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten". Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nannte "das, was in Mariupol geschieht, ein schweres Kriegsverbrechen".

In der von russischen Truppen besetzten Stadt Cherson im Süden gaben russische Soldaten nach Angaben Selenskyjs Schüsse auf Demonstranten ab. Videoaufnahmen zufolge wurde dabei mindestens ein Mensch verletzt.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, in der Hauptstadt seien seit Kriegsbeginn "65 friedliche Einwohner" bei russischen Luftangriffen getötet worden.

Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow räumte ein, dass die militärische "Situation sehr schwierig" sei. Zum einen sei die russische Armee "zahlenmäßig sehr überlegen", zum anderen drohe eine "Bodeninvasion" der Armee des mit Moskau verbündeten Belarus.

US-Präsident Joe Biden warnte derweil vor einem möglichen russischen Angriff mit chemischen oder biologischen Waffen in der Ukraine. Putin ziehe "den Einsatz beider Waffen in Erwägung". Ein solcher Angriff würde eine "starke" Antwort des Westens nach sich ziehen, sagte Biden.

Nach UN-Angaben vom Montag sind seit dem 24. Februar fast 3,5 Millionen Menschen - hauptsächlich Frauen und Kinder - aus der Ukraine geflohen. Insgesamt sind demnach rund zehn Millionen Menschen vor den russischen Angriffen auf der Flucht.