Gas-Deal mit dem Emir von Katar! Habeck macht Deutschland unabhängig von russischem Gas!

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Gas-Deal mit dem Emir von Katar! Habeck macht Deutschland unabhängig von russischem Gas!

News (2 / 1) 21.03.2023 00:34 / Günter Symbolbild imago


Habeck verdeutlicht Standpunkt von Deutschland

Kein Wunder also, dass Habeck von den Pressevertretern auf dieses Thema angesprochen wurde. "In allen Gesprächen habe ich das Thema Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Schutz vor Ausbeutung angesprochen“, versicherte Habeck, der gleichzeitig bestätigte, dass die Regierung von Katar wisse, dass die aktuelle Situation nicht akzeptabel sei. "Ich habe klargemacht, dass deutsche Firmen daran gemessen werden, wo die Produkte herkommen", bestätigte Habeck, der auf seiner Reise von hochrangigen Managern der deutschen Industrie begleitet worden war. "Katar verdoppelt ungefähr sein Fördervolumen beginnend ab 2025. Das sagen sie jetzt, aber vielleicht geht das ja noch ein bisschen schneller. Europa reduziert seine Fördermenge aus Russland bis zu null“, verkündet Habeck erste Einzelheiten. Allerdings wird auch dieser Deal den Wegall des russischen Gases weder kurz- noch mittelfristig kompensieren können.

Diese Probleme müssen gelöst werden

Eines der Hauptprobleme besteht darin, dass Deutschland bis jetzt noch über keine Anlandestation für flüssiges Gas verfügt. Zwei Anlagen sollen nun gebaut werden, dürften aber frühstens in 3 Jahren operationsbereit sein. Zudem braucht Europa weit mehr Gas, als Katar aktuell anbieten kann. Bisher unterschreitet die Fördermenge Katars den europäischen Bedarf. Zudem hat Katar einen Großteil seiner Förderung an Abnehmer in Asien verkauft. "Man darf kurzfristig keine Wunder erwarten, Katar wird seine Kapazitäten nicht von einem Monat auf den anderen verdoppeln. Kurzfristig könnten eventuell einige ursprünglich für Asien vorgesehene Lieferungen nach Europa umgeleitet werden“, glaubt der Energieexperte Georg Zachmann, der bei der Denkfabrik Bruegel in Brüssel arbeitet. Er empfiehlt der Bundesregierung sich breiter aufzustellen, um nicht von einer Abhängigkeit in die nächste zu schlittern. "Wir wollen langfristige, stabile Energiebeziehungen mit Katar. Aber wir wollen nicht alles, was wir an russischem Gas loswerden, mit katarischem Gas ersetzen. Wir brauchen eine Diversifizierung, breite Partnerschaften“, erklärte Habeck deshalb, der auch Verhandlunegn mit Kanada, den USA und Norwegen zu diesem Thema führen wird.