Noch immer beeinflusst die Corona-Pandemie das Leben rund um den Globus. Experten fragen sich jetzt, wie das Leben mit Corona in Zukunft aussehen könnte. Wie man am besten mit dem Coronavirus lebt, zeigen nun scheinbar England und Schweden. Dort setzt man seit längerer Zeit auf die Eigenverantwortung der Menschen. Sämtliche Quarantäne-Anordnung für mit dem Virus infizierte Personen sind mittlerweile aufgehoben worden - kann das ein Weg für Deutschland sein?
In Deutschland werden diese Forderungen ebenfalls lauter. Denn auf diese Weise könnten Versorgungsengpässe vermieden werden, wie auch die CDU in Mecklenburg-Vorpommern klarstellt und deshalb eine Lockerung der Quarantäne-Regeln fordert. Doch würde ein solches Vorgehen auch in Deutschland funktionieren? "Ja!“, ist Virologe und Epidemiologe Prof. Klaus Stöhr (62) überzeugt. "Die Krankheitslast für den Einzelnen und die Gesellschaft wird durch einen solchen Schritt nicht größer“, verdeutlichte der medizinische Experten gegenüber der "BILD"-Zeitung. Angesichts der hohen Ansteckungsrate werde die Omikron-Variante sowieso früher oder später alle Menschen infizieren, ist sich Stöhr sicher. Zudem seien nun alle medizinischen Möglichkeiten komplett ausgeschöpft. Dazu zählen Medikamente, Impfstoffe und die symptomatische Behandlung der Infektionen. "Keine davon wirkt zu 100 Prozent: Auch in Zukunft wird es also weiter Infektionen geben und es werden leider weiter Menschen daran sterben. Das kann man durch Maßnahmen für den Einzelnen nur verschieben, nicht verhindern oder den Ausgang verbessern“, verdeutlicht Stöhr.