Insgesamt beinhaltet die Anlageschrift mehr als 20 Anklagepunkten gegen Becker, zu denen sich dieser vor Prozessbeginn nicht äußern wollte. Vor Gericht hingegen will Becker ausführlich Stellung nehmen. Sein Anwalt glaubt, dass bei der Verhandlung "eine ganze Menge persönlicher Dinge" zur Sprache kommen werden. Becker wird auch vorgeworfen Teile seines Vermögens an seine Ex-Partnerinnen Barbara (55) und Lilly (45) überwiesen zu haben. Auf diese Weise wurde das Geld dem Zugriff des Insolvenzverwalters entzogen. Außerdem moniert der Insolvenzverwalter das Fehlen von Trophäen. Im Jahr 2019 war ein Teil des Besitzes des ehemaligen Tennis-Profis versteigert worden. "Bei dieser Versteigerung geht es nur darum, mir persönlich wehzutun, weil ich natürlich emotional an den Trophäen hänge", hatte Becker gegenüber der "Bild am Sonntag" zu verstehen gegeben.
Im Lauf des Insolvenzverfahrens war es auch zu bizarren Vorfällen gekommen. So hatte Becker als angeblicher Diplomat der Zentralafrikanischen Republik versucht das Insolvenzverfahren zu torpedieren. Letztlich hatte Becker diese Farce jedoch selbst beendet. "Wenn alles gegen mich läuft, habe ich ein Problem. Aber ich bin ein Mensch, der niemals aufgibt und immer bis zum Ende kämpft", sieht Becker seinem Prozess ein wenig angespannt entgegen.