Über dieses Geheimnis klärt nun Petra Reuter, die heutige Besitzerin des Bunkers, auf: "Hier lagerte Geld bis unter die Decke - die Ersatzserie, die BBK2 - in Kartons jeweils zu Zehnern, Zwanzigern, Fünfzigern oder Hunderten. Für alle Fälle, um dann eben die Währung, die geltende D-Mark, auszutauschen. (...) Die Vorderseite: Fast ähnlich. Die Rückseite aber komplett anders gestaltet, um sie eben aus zehn Metern Entfernung direkt unterscheiden zu können“, gibt Reuter zu verstehen. Offenbar war das Geld dort gelagert worden und sollte mittels einer Notfallanordnung der Bundesbank in kurzer Zeit ausgetauscht werden, falls durch großangelegte Sabotage nach einem Atomkrieg Falschgeld in die BRD eingeschleust werden sollte. So wäre kurzfristig gar ein kompletter Austausch des Geldes möglich gewesen. "Man hat sich dieses Grundstück gewählt, weil es im Hang liegt. Und man hat gedacht: Bei einem atomaren Anschlag geht die Druckwelle über das Tal hinweg und schützt so den Bunker“, gibt Reuter weitere Einzelheiten zu dem Bunker in Cochem bekannt, der heute als Museum genutzt wird. In dem Bunker befinden sich
noch Fernschreiber und Telefonanlage, die die einzige Möglichkeit zur Kommunikation nach einem Atomschlag dargestellt hätten.