Dagmar Wöhrl: Dieses Thema liegt ihr ganz besonders am Herzen

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Dagmar Wöhrl: Dieses Thema liegt ihr ganz besonders am Herzen

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:42 / Torben Symbolbild Laughing Hearts / Marie Staggat


Wöhrl: Nein, dazu fehlt mir die Zeit. Bei mir muss es vor allem schnell und unkompliziert sein. Ich möchte mir nicht unnötig Gedanken machen, welchen Look ich heute tragen muss. Das Experimentieren überlasse ich meinem Stylisten.

Haben Sie schon einmal daran gedacht, kürzer zu treten wie etwa Frank Thelen oder ganz auszusteigen? Wie viel Leidenschaft brennt noch in Ihnen für die Sendung?

Wöhrl: Die Leidenschaft brennt vor allem für neue Start-ups. Es ist einfach großartig, jungen Gründerinnen und Gründern dabei zu helfen, ein eigenes Unternehmen, eine Marke aufzubauen. Solange ich auf diesem Gebiet noch erfolgreich bin, denke ich noch nicht ans Aufhören.

Könnten Sie sich noch Einsätze in weiteren TV-Formaten vorstellen? Löwin Judith Williams tanzte zum Beispiel bei "Let's Dance"...

Wöhrl: (lacht) Es gab schon Überlegungen für "Let´s Dance", aber ich habe nicht die stabilsten Knochen, daher gehe ich das Risiko nicht ein, auch wenn es sicher Spaß machen würde. Andere Anfragen gab es auch schon, aber noch nichts, was mich wirklich überzeugt hat. Etwas mit Tieren wäre ein Traum, denn mein Herz für Tiere ist beinahe so groß wie das für Kinder.

Die "Laughing Hearts"-Charity Gala fällt zufällig mit dem 30-jährigen Mauerfall-Jubiläum zusammen. Welche Erinnerungen haben Sie noch an diesen Tag, was haben Sie am 9. November 1989 gemacht?

Wöhrl: Wahrscheinlich das, was viele Deutsche an diesem Tag gemacht haben. Wir saßen vor dem Fernseher und haben fassungslos die Geschehnisse in Berlin verfolgt. Es war unglaublich emotional und wir hatten Tränen in den Augen. Ich glaube, ich habe meinen Mann selten weinen gesehen, aber das noch erleben zu dürfen, hat ihn wahnsinnig berührt. Wir alle konnten damals nicht erfassen, was für ein historisch einschneidendes Ereignis wir erleben durften.

Was glauben Sie, sind Ost und West mittlerweile eine Einheit?

Wöhrl: Ich denke schon. Vor allem die Jugend denkt heute nicht in Ost und West, sondern als Einheit, als Deutsche. Und der älteren Generation kann ich nur empfehlen, Vorurteile gegen das jeweils andere Deutschland auszuräumen. Dazu muss man sich aber auch einmal die Mühe machen und die Menschen kennenlernen. Ich kann nicht fassen, dass es Bürger gibt - und zwar auf beiden Seiten - die noch nie im für sie "anderen Deutschland" waren. Und ich rate allen, sich an diese Emotionen von 1989 zu erinnern und daran, wie unfassbar glücklich wir waren, dass endlich wieder zusammenkommt, was zusammengehört.