Promiumfrage: Ist die Mauer auch in den Köpfen gefallen?

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Promiumfrage: Ist die Mauer auch in den Köpfen gefallen?

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:41 / Angela Symbolbild imago images/Stephan Wallocha


Frederick Lau (30, Steglitz, Berlin): "In Berlin auf jeden Fall. Was mir aber bis heute auffällt: Die Ost-Berliner sind um einiges netter und kommunikativer als wir West-Berliner. Wir sind da eher ein bisschen biederer (lacht). Und feiertechnisch ist der Osten auf jeden Fall angesagter."

Wolfgang Lippert (67, Kaulsdorf, Berlin): "Natürlich, aber ein paar Dinge sind noch wenig befriedigend, z.B. dass es nur 1 bis 3 Prozent Entscheider mit Ost-Hintergrund in Führungspositionen gibt, und das bei einem Bevölkerungsanteil von 17 Prozent."

"Es braucht noch mindestens ein oder zwei Generationen"

Janin Ullmann (37, Erfurt): "Das ist eine große Frage. Leider glaube ich, dass das mit der wirklichen Einheit trotz der 30 Jahre noch eine Weile dauern wird. Es gibt immer noch zu viele Vorurteile in den Köpfen, viele waren noch nie in ihrem Leben in Erfurt, Dresden, oder Leipzig und haben auch kein Interesse daran. Ich habe vor einer Weile mal einen Berliner kennengelernt, der noch nie auf der Ostberliner Seite war. Im Gegensatz dazu fühlen sich einige Menschen, die in der DDR gelebt und gearbeitet haben, abgehängt und nicht gesehen. Ich glaube, es braucht noch mindestens ein oder zwei Generationen bis die Mauer auch in den Köpfen gefallen ist."

Howard Carpendale (73, Durban, Südafrika): "Auch Europa ist keine Einheit. Menschen sind da komisch. Sie brauchen viel länger Zeit. Wir tendieren oft dazu, Dinge zu schnell verändern zu wollen. Es muss aber nicht immer alles zu unseren Lebzeiten passieren."