Am 9. November 1989 fiel in Berlin die Mauer. Ein Jahr später war Deutschland wiedervereint. Doch wie steht es heute 30 Jahre nach dem Mauerfall um Ost und West? Sind wir wirklich eine Einheit? Die Nachrichtenagentur spot on news hat bei den Promis nachgefragt.
"Man sieht die Narben"Meret Becker (50, Bremen): "Es ist erstaunlich, wie lange es braucht, um zusammenzuwachsen. Schließlich ist die Mauer schon länger weg als sie dastand. Dass es nicht so funktioniert, hat vielleicht etwas mit unserem Land zu tun, mit der Mentalität, mit der Geschichte unseres Landes definitiv. Es hat viel mit dem Krieg davor zu tun und natürlich mit Kapitalismus. Denn Kapitalismus ist definitiv keine gute Sache - Demokratie ja, aber Kapitalismus nein. Er ist kein Menschenfreund und dieser Tatsache fallen viele zum Opfer. In Berlin ist es hingegen ganz gut zusammengewachsen. Liegt vielleicht auch daran, dass es vorher eine Stadt war und jetzt wieder eine Stadt ist. Aber man sieht, dass Berlin zerteilt war und man sieht die Narben. Und das hat Charme.
Klaas Heufer-Umlauf (36, Oldenburg): "Man hat nach der Einheit viele Landstriche und Grenzstädte in Ostdeutschland vernachlässigt und sich nicht genug um Strukturen gekümmert, das hätte man besser machen müssen. Deswegen fühlen sich dort einige Menschen bis heute nicht wohl und zurückgelassen, was ich gut nachvollziehen kann. Die Frustration ist echt und berechtigt. Dennoch merke ich persönlich, zumindest in meinem Umfeld, dass in den nachfolgenden Generationen eine Ost- oder West-Herkunft im Alltag mittlerweile ziemlich egal ist."
Nicole (55, Saarbrücken): "Meines Wissens ist die Arbeitslosenquote im Osten höher und das Einkommen niedriger. Da muss man noch etwas bewegen, um die wirtschaftlichen Unterschiede auszugleichen."
"Der Osten ist angesagter"