Junge russische Wehrpflichtige wurden allem Anschein nach von einem größenwahnsinnigen Machthaber in den Krieg geschickt. Doch offenbar versagen häufiger Waffen und Technik. Allem Anschein nach ist die Moral bei der russischen Truppe auf einem Tiefpunkt angekommen. Dies legen jetzt die bisher gesammelten Erkenntnisse im Ukraine-Krieg nahe. Steht es viel schlechter um die russische Armee als gedacht?
Im Magazin "Wir" wird der Bericht eines privaten britischen Nachrichtendienst zitiert, der es zuvor geschafft hatte, die russische Militärkommunikation zum Teil abzuhören und aufzuzeichnen. "Was wir herausgefunden haben, ist, dass die russischen Soldaten in völliger Unordnung operieren“, verdeutlicht Samuel Cardillo, der Chef des Nachrichtendienstes ShadowBreak Intl, in seinem Bericht. "Sie wissen nicht, wohin sie gehen und wie sie richtig miteinander kommunizieren können“, zeigt der Nachrichtendienst eines der Probleme auf. "Manchmal haben wir russische Soldaten im Kampf weinen gehört, manchmal, wie sie sich gegenseitig beschimpften – kein Zeichen guter Moral. Man kann oft hören, dass sie nicht besonders glücklich waren“, gibt Cardillo einen Einblick in die angeschlagene Moral der russischen Truppe. Zudem zeigen Satellitenaufnahmen auf Straßen abgestellte Panzer. Diese sind teilweise beschädigt, manche aber auch noch funktionstüchtig. Dies deutet darauf hin, dass einige russische Soldaten den Dienst quittieren. "Die Truppen wollen in diesen Fällen anscheinend einfach nur weg“, glaubt Phillips O’Brien, Professor für Militärstrategie an der St. Andrews University in Schottland