Artilleriegeschütze in Schussposition zu bringen. Zudem scheint sich immer deutlicher zu zeigen, dass die russischen Truppen nun versuchen, die ukrainische Hauptstadt von allen Seiten her einzukesseln. Experten befürchten, dass innerhalb der nächsten Stunden schwere Gefechte starten könnten. Um diesen Änderung des Plans umzusetzen, müssen die Militärfahrzeuge neue Positionen einnehmen. Offenbar werden sie sich nach Osten und Westen verteilen, um bei Bedarf dann mit gepanzerten Einheiten auf Kiew vorzurücken. Zuletzt hatten die Gefechte in der Nähe der Hauptstadt an Intensität zugenommen. Eine schwere Panzerkolonne der Russen war in Browary (nordöstlich von Kiew) mit dem Versuch gescheitert, weiter in Richtung Stadt vorzudringen. Die russischen Invasoren mussten sich nach schwerem Beschuss zurückziehen.
Am Freitag wurden russische Luftangriffe auf zivile Gebäude in der Stadt Dnipro gemeldet. Diese war bisher weitgehend von Kämpfen verschont geblieben. Nun jedoch werden schwere Zerstörungen gemeldet. Auch ein Kindergarten soll getroffen worden sein. Insgesamt war von 3 Luftangriffen die Rede, bei denen ein Kindergarten, ein Apartment-Haus und eine zweistöckige Schuhfabrik getroffen wurden. Mindestens eine Person soll bei den Angriffen ums Leben gekommen sein. Deutlich dramatischer ist die Lage mittlerweile in Mariupol, wo internationale Beobachter mittlerweile von einem Kriegsverbrechen sprechen. Sowohl Mariupol und das nahe gelegenen Wolnowacha seien blockiert, so dass eine Rettung von Zivilisten nicht möglich sein. Offenbar zerstören Putins Truppen dort gezielt die Infrastruktur. Zuletzt war gemeldet worden, dass russische Separatisten aus der selbst ernannten "Volksrepublik Donezk“ die Stadt Wolnowacha erobert hatten, die im Norden von Mariupol liegt. Wolnowacha gilt als strategische wichtiger Zugang in Richtung Mariupol.