Wie die Regierung in Kiew bestätigte haben sich bisher 550 Kanadier auf den Weg gemacht, um sich der ukrainischen Fremdenlegion anzuschließen. Offenbar wird es sogar ein eigenes Bataillon mit den Ahorn-Flaggen-Kämpfern geben, wie die Zeitung „National Post“ unter Berufung auf Militärkreise in Kiew bestätigt. Die Kämpfer werden in Kiew zusammengezogen, wo sie gegen die russischen Invasoren kämpfen werden. Die Kampfgruppen werden je nach Herkunftsland zusammengestellt, um Sprachbarrieren zu vermeiden. In Kanada sollen bis zu weitere 1.000 Personen Interesse für eine Kampfeinsatz in der Ukraine zeigen. Viele hatten sich bei der kanadischen Rekrutierungs-Webseite „defendukraine.ca“ angemeldet. Wieder andere sind einfach auf eigene Faust in die Ukraine gereist. Viele der ausländischen Soldaten sehen den Kampf gegen die Russen als einen Kampf für die Freiheit der westlichen Welt. Vor dem Einsatz werden die ausländischen Soldaten in Polen trainiert, bevor sie zum Einsatz in die Ukraine gesendet werden.
Auch in den Vereinigten Staaten ist das Interesse auf einen Kampfeinsatz in der Ukraine groß. So hat sich auch der US-Veteran Cody Heard (28) aus Little Rock (US-Bundesstaat Arkansas) auf den Weg in die Ukraine gemacht. Der junge Familienvater hatte bis 2018 als Infanterist bei der US-Armee gedient und wollte angesichts der grauenhaften Bilder aus dem Krieg vor Ort helfen. "Ich habe an meine eigenen Kinder gedacht“, erklärte Heard gegenüber der "New York Post“: "Ich dachte, was wäre, wenn ich in dieser Lage wäre, würde ich wollen, dass jemand kommt und uns hilft? Auf jeden Fall, ja!“ Nun wird sich Heard mit einer Gruppe weiterer Ex-Soldaten auf den Einsatz in der Ukraine vorbereiten.